Yogatherapie Grundlagen in Mainz

„Yogatherapie Grundlagen” ist als Training für Yogalehrende und Yogaschüler konzipiert, die an den therapeutischen Elementen im Yoga interessiert sind. Es beinhaltet sowohl theoretische Ausführungen und Präsentationen als auch praktische Teile, in denen Asanas geübt und erfahren werden. In diesem Grundlagentraining geht es um das Ausprobieren, Erleben und Verstehen der einzelnen Übungen. Grundkenntnisse über die menschliche Anatomie und Terminologie sind von Vorteil, fortgeschrittene Kenntnisse sind aber nicht notwendig.

Preise

6-Tage-Training
vom 9. – 11. und 23. – 25. 9. 20116

Preis inkl. Mwst.: 420,00 €
Preis für Mitglieder: 390,00 €
Kursdauer: 30 Std.

Terminübersicht

Freitag, 9.9.2016 12:00 - 17:00
Samstag, 10.9.2016 11:00 - 18:00
Sonntag, 11.9.2016 14:00 - 18:00
Freitag, 23.9.2016 12:00 - 17:00
Samstag, 24.9.2016 11:00 - 18:00
Sonntag, 25.9.2016 14:00 - 18:00

Yogatherapie Grundlagen

In diesem Training besteht die Möglichkeit - egal ob mit wenigen Vorkenntnissen oder als erfahrener Yogalehrer - neue Erkenntnisse zum Thema Yogatherapie zu erlangen oder auch bereits vorhandenes Wissen zu wiederholen und zu vertiefen.

Ziel der Weiterbildung ist es, die gelernten Inhalte unmittelbar im Anschluss in die eigene Praxis einfließen zu lassen und die Wünsche und Bedürfnisse der Schüler besser verstehen und effektiver auf diese eingehen zu können.

Kursmaterialien (Handouts) werden ausgegeben. Es bedarf keiner Vorbereitung. Im Kurs werden Partnerarbeit und gegenseitiges Korrigieren Bestandteile des Trainings sein.

Dieses Grundlagentraining beinhaltet

  • die Haltungs- und Bewegungsanalyse
  • das Konzept der strukturellen Therapie
  • die Betrachtung der gängigsten medizinischen Beschwerden von Yogaschülern
  • Hilfestellungen, wie man therapeutische Elemente in Yogagruppen einfließen lässt
  • Überlegungen, wie man die individuelle Arbeit mit dem einzelnen Schüler gestaltet

Ablauf / Themen

Jeder Tag beginnt mit einer Asanapraxis, welche die wesentlichen durchzunehmenden Inhalte thematisiert. Beendet wird der Tag mit LayaYoga, dem Aspekt des Hatha Yoga, welcher Yoga Nidra, Meditation, Atmung, die emotionale Dimension der Meditationspraxis und der Chakren enthält. Hier wird es kurze Erklärungen zu den jeweils relevanten Themen und eine geführte Praxis geben.

Das Training startet mit der oberen Körperhälfte - dem Nacken, den Schultern und den Armen. Im Anschluss werden wir uns dem Sakrum (Kreuzbein), der Hüfte und den Problemen im unteren Rückenbereich zuwenden.

In das Thema Sakrum (Kreuzbein) werden wir vertiefend - im Hinblick auf die verschiedenen Stellungen / Asanas – einsteigen. Hierbei geht es speziell um Drehungen und Rückbeugen mit einem Fokus auf Übungen, die zu einer größeren Stabilität im Sakrum und der Hüfte führen. Dies ist auch für Schüler relevant, die sehr unbeweglich sind.

 

Thematisiert werden im einzelnen

 

  • die beteiligten Faszien der genannten Partien
  • die korrekte Ausrichtung und Bewegung in den verschiedenen Stellungen (sowohl in der Belastung als auch in der Entlastung)
  • die häufigsten therapeutischen Probleme, die wir in diesen Körperregionen vorfinden
  • die Anatomie der Probleme
  • die Schwierigkeiten, die wir hierdurch in der Asanapraxis vorfinden und auch, wie wir diese mit Hilfe von Variationen und dem Gebrauch von Hilfsmitteln lösen können, um Stärkung und Heilung zu erwirken

Diese Herangehensweise hilft Yogalehrern, noch effektiver und klarer in den Ansagen und Anwendungen zu werden. Für die Schüler entsteht ein neues Verständnis für Schmerzen, die sie vielleicht während der eigenen Praxis erfahren, oder es hilft ihnen, bewusster und kraftvoller zu praktizieren.

Tag 1 + 2: Nacken und Schultern

9. + 10. 9. 2016: Der Nacken und die Schultern

Schwerpunkte sind:

  • Schmerzen und Bewegungseinschränkungen als Folge von falschen Ausrichtungen und Bewegungen unter Berücksichtigung der involvierten Muskeln und Knochen
  • Jalandhara Bandha als Grundlage – und warum es so wichtig ist. Korrekter und angemessenen Einsatz von Jalandhara Bandha sowie von vorbereitenden und lösenden Übungen
  • die korrekte Ausführung von Asanas und effektive Variationen für eine bessere Ausrichtung
  • Kraftaufbau und Reduktion von Nacken- und Schulterschmerzen und Beschwerden

 An diesem Tag werden wir außerdem mit einer Einführung in die Prinzipien der Schulterausrichtung in Verbindung mit den Nackenbewegungen starten. Hierzu gibt es wertvolle Hands-on adjustments.

Tag 3: Fazien der Arme

11.9.2016: Faszien der Arme – Grundlage für die Bewegung in den Asanas

Sowohl die Rotation der Arme als auch die Bewegung der Schulterblätter werden von Muskeln und Fasziengruppen gesteuert, welche von den Händen über die Schultern und Schulterblätter bis hin zum oberen Rücken und Nacken verlaufen. Nur mit einem Verständnis für diese Zusammenhänge ist es dem Lehrer möglich, angemessene Korrekturen durchzuführen und für den unbeweglichen oder hypermobilen Praktizierenden die Praxis anzupassen.

Schwerpunkte sind:

  • Die Funkion der Faszien und wie sie die Knochen und Bewegungen unterstützen
  • Asanas – Armpositionen mit und ohne Gewichtsbelastung, vom Herabschauenden Hund über Rückbeugen bis Umkehrstellungen
  • Ausrichtungen der Hände, Ellenbogen, Schultern sowie Schulterblätter aus der Sicht der Faszien

Das Hauptziel ist, klare, einfache und zugleich effektive Anweisungen für die Arm- und Schulterpartien zu vermitteln. Auch hier werden wieder wertvolle Hands-on adjustments gelehrt.

Tag 4 + 5: Die Bandha-Verbindung zum Becken

23. + 24.9.2016: Der cranio-sakrale Aspekt des Yoga, versteckt in den Bandhas

In dieser Einheit werden wir mit dem Thema Schultern, das am ersten Wochenende behandelt wurde, fortfahren.

Darüber hinaus starten wir mit dem Thema Beckenbeweglichkeit und Stabilität. Hier wird die Verbindung zum Nacken und den Schultern sowie die Beziehung zu den Bandas beleuchtet.

Sequenzen für eine bessere Sakrumstabilität beinhalten die unterschiedlichsten Stellungen – vor allem aber Drehungen, Rückbeugen und Vorwärtsbeugen. Diese werden wir uns näher anschauen. Außerdem werden wir untersuchen, welche Bewegungen hilfreich und belastend für den Nacken sind und in welcher Beziehung diese zum Becken und der Hüftstabilität zu sehen sind.

Tag 6: Selbstwahrnehmung

25.9.2016: Gesundheit durch die befreiende Selbstwahrnehmung

In dieser Einheit fahren wir mit dem Thema der Kreuzbein/-Sakrumstabilität und den Spezifikationen der Asanas und Bandhas fort. Wir erweitern unsere Perspektive im Hinblick auf die Zusammenhänge zwischen Hüfte, Becken und Knien sowie der Stellung der Füße und deren Einfluss auf die Gesundheit der Knie und Hüfte.

Wir werden das erlernte therapeutische Wissen abschließend nochmals in seinen wichtigsten Punkten zusammenfassen und somit die Sequenzen und Klassen immer unter der Perspektive von Prana und bewusster Selbstwahrnehmung abrunden. Der Nachmittag beinhaltet eine längere Praxis Yoga Nidra und Meditation sowie eine weitere Erläuterung der Stellung von Laya Yoga in der Hatha Yoga Praxis.